placeholder

Sicher und komfortabel wohnen – bis ins hohe Alter
Elektroinstallationen für ein barrierefreies Leben helfen dabei

Vernetzte Haustechnik wird oft erstmal unter Komfortgesichtspunkten betrachtet. Doch moderne Elektrotechnik kann deutlich mehr. Sie ermöglicht es auch Unfälle, Schäden oder Einbrüche zu vermeiden und steigert so das individuelle Sicherheitsempfinden der Bewohner. Sie erleichtert das Leben in jedem Alter. Gleichzeitig hilft sie auch, die Normen für barrierefreies Wohnen - DIN-Normen 18040-1 und -2 – zu erfüllen.

placeholder

Fangen wir an der Wohnungstür an:

Zutrittssysteme mit integrierter Videokamera übertragen die Live-Bilder von Besuchern bei Bedarf auch auf das Handy der Bewohner. So wissen Sie nicht nur, wen Sie einlassen möchten und wen nicht.

Bei Bewegungseinschränkungen können Sie auch vom Sessel aus den Türöffner bedienen. Selbst wenn Ihre Besucher nicht mehr gut hören, gibt es einfache Lösungen: Gut erkennbare Leuchtsymbole zeigen z. B. an, wann an der Türstation gesprochen werden soll und die Tür geöffnet werden kann. Schließlich können Sie den Haus- oder Wohnungseingang auch durch Fingerscanner oder elektronische Transponder-System sicherer und komfortabler machen.

Automatisch Licht an

Sie müssen auch nicht mehr im Dunkeln tappen. Draußen sind Bewegungsmelder ja oft schon Standard. Doch auch im Innenbereich sorgt die automatische Lichtsteuerung mit Präsenzmeldern für einen sicheren Tritt.

Vor allem in Fluren, Treppenhäusern und Kellern machen die automatischen Sensor-Schalter jederzeit das Licht an, wenn es gebraucht wird – und hinterher auch wieder aus. Entsprechende Beleuchtung, wie z. B. eine zusätzliche LED-Stufenbeleuchtung an Treppen oder Absätzen, helfen Stolperfallen zu entschärfen.

Sensoren sorgen für Sicherheit

Hager Video Herdwächter: © Hager Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG: Herdwächter

Apropos: Sensoren. Die helfen auch in vielen anderen Bereichen. Die meisten kennen sicher noch die „Thermostaten“ zur Heizungssteuerung. Die gehören in moderner Form zur Standardausstattung intelligenter Gebäudesteuerung. Doch es gibt noch einige mehr, die sich im Laufe der Zeit als sinnvolle Helfer erweisen:

- Rauchmelder sind in Deutschland mittlerweile vorgeschrieben. Hilfreich sind aber auch Rauch- und Wärmemelder, die in kritischen Bereichen wie Küche, Hauswirtschaftsraum oder Werkstatt zuverlässig auf mögliche Bränden achten – ohne lästige Fehlalarme auszulösen.

- Kennen Sie schon die Herdwächter? Wie schnell ist mal ein Topf auf dem Herd vergessen, weil gerade das Telefon klingelt oder der Film so spannend ist? Der Herdwächter passt für Sie auf und schaltet den Herd ab, bevor es zu heiß wird.

- Und wie sieht es mit Wasser aus? Falls die Spüle oder die Badewanne mal überlaufen – die Wasch- oder Spülmaschinendichtung defekt ist? Wasserschäden sind sehr ärgerlich und können teuer werden, wenn sie zu spät bemerkt werden. Wassersensoren in Küche, Bad und Hauswirtschaftsraum verhindern Schlimmeres.

- Frische Luft? Dafür sorgt der Raumluftsensor. Denn gerade in modernen Gebäuden kann es schnell passieren, dass das Raumklima nicht mehr optimal ist und Sie sich als Bewohner nicht mehr wohl fühlen oder müde werden. Der Luftfühler misst Kohlendioxidgehalt, Luftfeuchte und Temperatur – und kann bei entsprechender Motorisierung der Fenster oder eingebauter Lüftungsanlage – selbstständig für frische Luftzufuhr sorgen.

- Wo wir gerade bei den Fenstern sind: Hier helfen Fenstermelder, Glasbruch- und Sonnensensoren. Die Fenstermelder prüfen, ob beim Verlassen der Wohnung alle Fenster geschlossen sind. Die anderen beiden unterstützen die Jalousie- oder Rollladensteuerung. Bei zu starker Sonneinstrahlung schließen sie die Jalousien und sorgen für kühlenden Schatten. Sollte mal ein Fenster zu Bruch gehen, gibt der Glasbruchsensor den „Schließbefehl“ für Jalousien oder Rollläden.

Alles zentral gesteuert

Das alles hat natürlich am meisten Sinn, wenn es in eine zentrale Gebäudesteuerung integriert ist. Moderne Systeme für die Steuerung aller Gebäudefunktionen wie Licht, Heizung, Klima, Sicherheit etc. können heute drahtlos nachgerüstet werden. Die Bedienung erfolgt bequem über einen zentralen Bildschirm, per Tablet-PC oder sogar per Mobiltelefon. Selbst ungeübte Menschen kommen damit immer besser zurecht, weil die Bedienoberflächen stetig einfacher werden.

Bei all der modernen Funksteuerung und Sensorik dürfen aber auch ganz grundlegende Regeln nicht vergessen werden. Ist die Hausverkabelung überhaupt noch sicher und zeitgemäß? Sind ausreichend FI-Schutzschalter eingebaut, um Menschen vor fehlerhaften Strömen zu schützen? Sind genügend Steckdosen vorhanden? Liegen Kabel offen herum und können zu Stolperfallen werden? In einem schnell installierten Kabelkanal sind sie ordentlich, sicher und optisch ansprechend verstaut. Und wenn das nächste Gewitter kommt? Dann ist der Blitzschutz hoffentlich auch schon installiert – und die Stecker können in den Steckdosen bleiben. Oder wenn ein Notfall eintritt und schnelle Hilfe gefragt ist? Dafür gibt es Notrufsysteme, die auch im privaten Umfeld für schnelle Hilfe sorgen.

Ihr Elektromeister hilft Ihnen weiter

Es gibt also vieles, worüber es sich nachzudenken lohnt, um das Leben in jedem Alter einfacher, sicherer, komfortabler und auch barrierefrei zu machen. Sprechen Sie mit Ihrem Elektro-Fachhandwerker, was für Ihr Zuhause und in Ihrer Situation sinnvoll ist. Das Plus an Komfort und Sicherheit haben sie sich verdient.

© Oskar Böttcher GmbH & Co. KG